Wanderbericht vom 13.08.2017

Nach dem Treffen der Wanderfreunde morgens am Essener Hauptbahnhof ging es mit dem Bus der Linie 146 zum „Drosselanger“ in Essen-Stadtwald.

Dort begann der Abmarsch mit 19 Teilnehmern, darunter zwei Gäste aus Rheda-Wiedenbrück und zwei Neue von der Gymnastikabteilung bei Sonnenschein in den Schellenberger Wald zum ehemaligen Zechengelände. Dort war ein Steinkohlen-Bergwerk „Gottfried Wilhelm“. Kohlen wurden mit einer Seilbahn zu einer Aufbereitungsanlage in Essen-Rellinghausen befördert.

Nach einer kurzen Strecke besichtigen wir einen Kohlen-Meiler.
Das mit Holz überdachte „Das grüne Klassenzimmer“ dient als Unterrichtsraum für Naturfreunde.
Der daneben stehende „Summstein“ mit einer Aushöhlung in der Kopfgröße war für uns nicht passend, man muss hören können.

Vor der Korte Klippe in der Nähe des Jagdhauses Schellenberg steht eine Gedenktafel zur Erinnerung an den schweren Sturm „Ela“ am Pfingstmontag 2014. Der Orkan richtete schwere Schäden im Ruhrgebiet an. Unzählige Bäume stürzten um.
An der Korte Klippe hatten wir eine schöne Aussicht zum Baldeneysee und auf die Essener Stadtteile Fischlaken, Heidhausen, Kupferdreh und den Campingplatz am „Haus Scheppen“. Der Baldeneysee entstand nach Fertigstellung des Stauwehrs im Jahr 1933 durch die aufgestaute Ruhr.

Durch den Wald ging es weiter bergab zum im Jahr 1973 stillgelegten Fördergerüst der Kohlenzeche „Carl Funke“ am Baldeneysee. Der Förderturm blieb als Industrie-Denkmal erhalten.

Auf dem Fuß- und Radweg am Ufer des Baldeneysee ging es am ehemaligen Freibad „Baldeneysee“ mit drei Schwimmbecken vorbei.
Das Freibad wurde 1984 aus Kostengründen geschlossen und ein Jahr später als Licht- und Luftbad mit drei mit Sand aufgefüllten Schwimmbecken z.B. für Volleyballspiele wieder geöffnet.
Der Club „ Seaside Beach“ übernahm 2015 das Bad.
Interessant zu erwähnen ist, dass die ehemaligen Schwimmbecken für die Film-Dreharbeiten über die Sturmkatastrophe 1962 in Hamburg „Die Sturmflut“ wieder vom Sand befreit und mit Wasser gefüllt wurden.

Im Restaurant „Südtiroler Stuben“ am See legten wir eine Mittags-Rast ein.
Danach gingen wir am Zielturm der Regatta vorbei zum S-Bahnhof Essen-Hügel und traten die Heimfahrt an. Die Wanderstrecke betrug über 9 km.

Das Wandern hat einen kleinen erfreulichen Aufschwung verzeichnet.
Der älteste Teilnehmer ist 82 Jahre jung, die jüngste 45 Jahre alt.

Annegret Nöthen