Allgemein

Weihnachtsfeier am 19. Dezember 2010

Die diesjährige Vereins-Weihnachtsfeier war zugleich ein würdiger Abschluss des Jubiläumsjahres. Deswegen wurde entschieden, dass für die Organisation die Vorstandsmitglieder mit freiwilligen Helfer/innen zuständig sein sollen. Im Bürgerhaus-Oststadt gab es im hinteren Bereich des Saales eine sehr interessante Ausstellung über die Vereinsgeschichte. Mitglieder, die bei der Jubiläumsfeier keine oder wenig Zeit hatten, sich die Ausstellung während der Jubiläumsparty anzusehen, hatten endlich Gelegenheit, sie in Ruhe zu besichtigen.

Wegen Schnee und Eis blieben etwa 30 der angemeldeten Personen zu Hause. Die Getränkefirma weigerte sich, den bestellten Getränkewagen zu liefern. Er wurde schließlich vom Jugendabteilungsleiter Nowhöfer abgeholt.

Nach dem gemütlichen Kaffeetrinken verlief das Programm der Feier mit Hilfe der PowerPointPräsentation sehr gut.
Natürlich durfte der Weihnachtsmann (Stefan Friedrich) nicht fehlen. Er hatte ca. 30 Kinder zu bescheren. Danach bat er die Vorstandsmitglieder und das Organisationsteam auf die Bühne. Die gute Arbeit und die vorbildlichen Einsätze während des Jubiläumsjahres wurden sehr gelobt.

Werner Nöthen und Gisela Steinhoff-Klein erhielten für die 50-jährige Mitgliedschaft Ehrenmitgliedschaft. Gisela Steinhoff Klein konnte wegen den widrigen Straßenverhältnissen nicht kommen. So kam nur Werner Nöthen auf die Bühne. Für die nun 50-jährige Mitgliedschaft wurde er zum Ehrenmitglied ernannt und erhielt eine Ehrenurkunde. Beide Jubilare erhielten die Beitragsfreiheit.

Danach begab sich der Ehrengast Winfried Wienceck, Präsident des GSNRW und Generalsekretär des DGS, auf die Bühne und hielt eine Laudatio auf den Verein. Er bedankte sich für die Hilfe der Mitglieder bei der 100-Jahrfeier des DGS im September. Im GSNRW ist GTSV Essen der größte Verein und ohne ihn fehlt das Salz in der Suppe, so seine launige Bemerkung. Dann zählte er die Verdienste und Ämter einer bestimmten Person auf und rief Christian Enk zu sich. Unser Hauptkassierer erhielt die bronzene Ehrennadel des DGS und war erst mal sprachlos. Seine Bemerkung: „Wenn ich von der Ehrung gewusst hätte, hätte ich mich festlicher gekleidet“.

Dann ging Susan Pufhan auf die Bühne und hielt eine Laudatio auf unsere 2. Vorsitzende und Leichtabteilungsleiterin Petra Klein. Sie berichtete, wie Petra Klein sich im vergangenen Jahr über das Maß hinaus um den Nachwuchs gekümmert hat beim Sport und bei Wettkämpfen. Dabei zeigte sie eine Fotogalerie.

Zum Schluss zeichnete die 1. Vorsitzende Bettina und Peter Pietryszek, Gerd Meijer, Annegret Dombrowski-Rapp und Hermann Huckemeier (nicht anwesend) für die 35-jährige Mitgliedschaft mit der goldenen Vereinsnadel aus
Sieben Mitgliedern wurden zu runden Geburtstagen mit einer kleinen Aufmerksamkeit bedacht. Drei Paare, die im Jahr 2010 geheiratet haben, erhielten eine Zusendung.

Es war eine schöne und harmonische Feier.

E. Eybe

Sportplakette des Bundespräsidenten für GTSV Essen e.V.

Am Samstag, den 6. November 2010 fuhr eine Delegation des GTSV Essen und Winfried Wiencek, Präsident des Gehörlosen Sportverbandes NRW und Generalsekretär des Deutschen Gehörlosen Sportverbandes auf Einladung des Ministeriums für Familie, Kinder, Jugend, Kultur und Sport nach Nordkirchen. Im dortigen Schloss überreichte NRW-Sport-ministerin Ute Schäfer zehn nordrhein-westfälischen Sportvereinen die Sportplakette des Bundespräsidenten. Mit der Sportplakette des Bundespräsidenten werden Sportvereine ausgezeichnet, die sich mindestens 100 Jahre um den gemeinnützigen Sport verdient gemacht haben.


Die 7 Mitglieder des GTSV Essen hatten vorab Gelegenheit, das Schloss zu besichtigen, leider ohne Dolmetscher. Aber bei der anschließenden Feierstunde stand uns Frau Syrzisko als Dolmetscherin zur Verfügung.


Die Verleihung fand im Jupitersaal, dem wohl schönsten Saal im Schloss, statt. Beim ansprechendem Programm mit musikalischen Einsätzen interessierte besonders der Vortrag von Stefan Niehues über das Thema „Trends im Jugendsport“.
Danach blieb man beim Stehempfang im Vestibül bei kleinem Imbiss und diversen Getränken zusammen.

Nachfolgend wird die Laudatio zum Gehörlosen Turn- und Sportverein 1910 Essen wiedergegeben:

Gegründet wurde der Verein am 20. November 1910 von einigen turnbegeisterten Gehörlosen als „Taubstummen- Turn- und Sportverein“ Essen. Bald nahmen 19 Mitglieder am Wettkampfgeschehen teil. Hierbei beschränkte man sich nicht nur auf Turn- und Sportveranstaltungen der Gehörlosen.

Die Sportinteressen waren breit gefächert und so gründete der Verein immer wieder neue Abteilungen. Zwar waren nicht alle von Bestand, aber die Mitgliederzahlen stiegen dennoch kontinuierlich. Im Jahr des 100-jährigen Bestehens hat der GTSV Essen 280 Mitglieder, eine Jugendabteilung, neun Sport und drei Breitensportabteilungen.

In drei Kindersportgruppen und ebenso in den einzelnen Abteilungen wird eine ausgezeichnete Jugendarbeit geleistet. Dies wurde in den Jahren 1988 und 2004 mit dem „Grünen Band“ für vorbildliche Talentförderung belohnt und zeigt sich bis heute immer wieder in den herausragenden Ergebnissen, insbesondere der jungen Sportlerinnen und Sportler bei deutschen und internationalen Wettkämpfen.

Als Ausdruck des Dankes für das herausragende gesellschaftspolitische Engagement wird nun die langjährige Vereinsvorsitzende, Frau Erda Eybe, zusammen mit Frau Petra Klein, 2. Vorsitzende, die Sportplakette des Bundespräsidenten in Empfang nehmen.

Eine Instanz im Gehörlosensport

Wilhelm Koch seit nahezu 60 Jahren ehrenamtlich aktiv

Essen – Mittwoch, 8. September 2010

Bürgermeister Franz-Josef Britz hat gestern (7.9.) im Rathaus dem Rüttenscheider Wilhelm Koch das Bundesverdienstkreuz am Bande überreicht. Die Auszeichnung würdigt das fast 60-jährige ehrenamtliche Engagement des Rüttenscheiders für den Gehörlosensport. Im Rathaus ließ Bürgermeister Britz in der Laudatio das umfangreiche Wirken von Wilhelm Koch Revue passieren. Koch, der selber taub ist, konnte die Ausführungen dank einer Simultanübersetzung in Gebärdensprache verfolgen.

Der heute 90-Jährige wurde 1932 Mitglied des Gehörlosen-Turn- und Sportvereins 1919 Essen e.V. (GTSV Essen). Dort war er über 50 Jahre in verschiedenen Funktionen aktiv: unter anderem als Jugendwart, Geschäftsführer und Hauptkassierer, zuletzt als Beisitzer. Aufgrund seines Alters zog er sich 1990 aus dem Vorstand des GTSV Essen zurück, blieb aber weiterhin im Hintergrund für den Verein aktiv. Auch regional und überregional brachte sich Wilhelm Koch für den Gehörlosensport ein. Er war fast 40 Jahre als ehrenamtlicher Kampfrichterobmann und Schiedsrichter für den Gehörlosen-Sportverband Nordrhein-Westfalen e.V. tätig. Außerdem engagierte sich der Essener über drei Jahrzehnte im Deutschen Gehörlosen-Sportverband als Spielausschussvorsitzender, Schiedsrichter und Technischer Leiter.

Der Rüttenscheider ist darüber hinaus seit Jahrzehnten Mitglied des „Allgemeinen Gehörlosenvereins Essen 1894 e.V.“ sowie des „Evangelischen Gehörlosenvereins Essen 1930“. Beide Vereine sind dem NRW-Landesverband der Gehörlosen angeschlossen, in dem Wilhelm Koch mehrmals hintereinander zum Verbandskassierer gewählt wurde und 1990 zum Ehrenkassierer ernannt wurde.

Die Ordensbegründung lobt Wilhelm Koch als „bekannte und sehr geachtete Persönlichkeit“ in der Welt der Gehörlosen. Dies drückt sich auch in zahlreichen Preisen aus, die der Rüttenscheider bislang für sein ehrenamtliches Engagement erhalten hat: darunter das goldene Ehrenabzeichen des Deutschen Gehörlosen-Sportverbandes und die Sportplakette des Landes Nordrhein-Westfalen. Auch heute – trotz seines hohen Alters von 90 Jahren – ist Wilhelm Koch weiterhin aktiv für den GTSV Essen aktiv.

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Schwimmen: DM Titel für Valentina Angelini

Am 08./09.05.2010 fanden in Dresden die Deutschen Gehörlosenmeisterschaften statt. Dafür qualifiziert hatte sich Valentina Angelini (97) GTSV Essen im Dienste der SG Ruhr. Dabei konnte die Athletin einmal mehr ihre Ausnahmestellung unter Beweis stellen und bei insgesamt sechs Starts zwei Titel und vier Vizetitel mit nach Hause nehmen.

Valentina schwamm in jedem ihrer Rennen eine neue persönliche Bestzeit. Herausragend waren ihre beiden Titelrennen über 50m (0:30,93) und 100m Freistil (1:09,03). Die beiden Zeiten bedeuteten nicht nur persönliche Bestleistung sondern auch einen Deutschen Altersklassenrekord in der Altersklasse C. Hinzu kamen noch vier Vizemeisterschaften über 50m Brust (0:42,74), 50m Schmetterling (0:37,86) sowie 50m (0:40,60) und 100m Rücken (1:26,54).

Erst am 13.05.2010 wurde sie berufen, dass sie am 20.-26.06.2010 in Dortmund Gehörlosen Schwimm- Europameisterschaft nominiert ist. Wir alle sind stolz auf sie und drücken ihr den Daumen dass sie in Dortmund weiter besser schwimmt.