Deutsche Gehörlosen Meisterschaft in der Hauptstadt Berlin

Es ist schon einige Monate her, dass die 31ste Deutsche Gehörlosen Meisterschaft statt gefunden hat. Diesmal habe ich die Ehre einen langen Roman über diese Meisterschaft vorzulegen. Erinnerungen an dieses Wochenende müssen erstmal bei mir den Gehirn wach gerüttelt werden. Also wenn eine bestimmte Aussage oder was auch immer nicht nach euer Erinnerung exakt übereinstimmen sollte, dann nimm Kontakt mit mir auf und wir werden gemeinsam uns daran zurück erinnern müssen J.

So, jetzt werde ich mal anfangen, bevor ihr einschlaft. Nach einem Hin und Her und langen Diskussionen fand die 31ste Meisterschaft am 2. und 3. Februar 2007 in der wunderschönen Hauptstadt Berlin statt. Das war für alle eine Ehre in die Hauptstadt eingeladen zu sein. Doch der Nachteil war, dass viele Mannschaften sich mit diesem Wochenende nicht einverstanden gaben und absagen müssen aufgrund verschiedenen Gründen. Aber für die Essener Damen und Herren war es kein Aufwand und so sagten wir natürlich zu und machten uns am frühen Freitag morgen auf dem Weg in den Osten. Nach langer Fahrt kamen wir gegen 13Uhr in Berlin an. Wir fuhren direkt zu unserem Hotel, was in der Nähe von der Landsberger Allee befand. Dort trafen wir auf Kathi und Kamü. Nachdem wir unsere Zimmer besetzt haben, ging es sofort weiter zur Turnhalle nach Weißensee.

Kathi übernahm den Posten im Bus, denn sie wohnt seit einigen Monaten in Berlin und wurde unsere Suche nach der Turnhalle etwas erleichtert. Vorher mussten wir aber noch mal einen Halt in einer ganz kleinen Pizzeria machen, unsere Magen schrieen nach Nahrung und Zeit hatten wir auch noch, das Betreten der Halle war erst ab 15Uhr gestattet. So schlingen wir unsere Nahrung rein und gingen dabei noch einmal den ganzen Ablauf und die Mannschaftsaufstellung durch. Anschließend brachen wir wieder auf und fuhren zur Halle. Die Halle war eine so genannte „übereinander gereihte Doppelhalle“. Wir Frauen spielten oben in der oberen Hälfe und die Herren in der unteren Hälfe. Unsere Gegner waren: Kölner GSV, GSV Zwickau und GSV Freiburg. Der erste Durchgang war Köln gegen Zwickau. So hatten wir noch etwas Zeit die Leistungen unser Gegner genauer zu beobachten und dabei stellten wir fest, dass es die Kölner sehr gut in Form sind und das Spiel, dies am 2.Turniertag stattfindet, gegen die Kölner eine große Herausforderung für uns ist. Nachdem die Kölner die Zwickauer mit 0:3 geschlagen haben, waren wir an der Reihe. Unsere genannten waren die Freiburger. Der erste Satz ging 25:20 aus, der zweite 25:17, der dritte 21:25 und der vierte und letzte Satz ging mit knappe 25:21 aus. So konnten wir ein 3:1 für uns gewinnen. Sehr gelassen und ausgeglichen haben wir den ersten Turniertag abschließen können. Wir machten uns wieder frisch und Kathi entführte in die Simon-Dach-Strasse, in eine wunderschöne, kleine und Touristenscheue Kneipenmeile. Dort ließen wir uns bei einem Inder nieder und schlugen unsere Magen mit leckeren Indischen Gerichten voll. Leute, ich weißt nicht mehr ganz genau, ob dies wirklich ein Inder war. Also, sprecht mich an wenn es nicht korrekt ist! Am Tisch wurde viel gelacht und viele Diskussionen geführt über den heutigen Spielverlauf. Der Abend neigte langsam dem Abschluss zu und wir gingen müde, aber zufrieden und satt in unsere Hotelbetten.

Der nächste Morgen begann mit einem Treffen im Hotel am Frühstücktisch. Der Weg führte wieder zur Turnhalle, wo unser die nächsten Gegner uns erwarteten. So gegen 10Uhr am frühen Morgen traten wir gegen die Kölner an. Wie wir schon befürchtet hatten, war für uns diese Spiel nicht gerade simpel und das noch am frühem Morgen. Aber wir versuchten unser Bestes zugeben. Dieses zögerte vor sich hin. Wir konnten in allen Sätzen keinen einen eindeutlichen Vorsprung holen. Der erste Satz ging 22:25 aus, der zweite 14:25, den dritten konnten wir 25:22 für uns gewinnen, ebenso den vierten 26:24 und beim fünften ließ unsere Energie nach und es ging 10:15 aus. Wie man ablesen kann hatten die Kölner 2:3 knapp gewonnen. Dann anschließend folgten noch die Spiele Zwickau gegen Freiburg 3:1, Freiburg gegen die starken Kölner 0:3 und dann mussten wir noch mal gegen Deutschen Meister 2006 Zwickau antreten. Dieses Spiel war sehr, sehr problematisch für uns, denn wir hätten nicht erwartet das die Zwickauer noch mal so stark zuschlagen konnten, denn nach unseren Beobachten waren sie schlecht in Form. Nur einen einzigen Satz haben gewinnen konnten. Erster Satz 25:22, Zweiter 25:11, 19:25 und 25:19. Endergebnis 3:1 für die Zwickauer und so haben wir unsere Chance auf den 2.Platz verspielt. Enttäuscht und kaputt zogen wir uns in die Kabinen zurück. Das war für eine eindeutliche Niederlage, doch gegenseitiger Trost baute uns wieder auf und so gingen wir wieder aufgemuntert zu der Preisverleihung. Nachdem wir unsere Bronzemedaillen abgeholt hatten, wurde zu unser Überraschung auch noch Leni zur besten Spielerin der gesamten Meisterschaft gekrönt. Nachdem lange Reden und Dankeschönreden gehalten worden sind, machten sich die Essener auch langsam auf dem Weg zurück in den Westen. Wie es dann weiterging, kann ich nicht sagen, weil ich blieb zurück in Berlin.

Hiermit möchte ich auch die Gelegenheit nutzen ein ausdrückliches Dankeschön an die Essener Mannschaft sagen, die mich sehr in den letzten Jahren in den Verein unterschützt haben. Vor allem dem Pippo, denn er hat mir gezeigt wie toll und wie viel Spaß Volleyball machen kann. Es wird für mich kein angenehmes Gefühl sein gegen euch bei der Meisterschaft mit meiner neuen Mannschaft aus Berlin antreten zu müssen. Doch Pippo hat mir auch den Mut und vor allem die Motivation gegeben das Volleyball spielen nicht auf zugeben, als ich nach Berlin gezogen bin! Also an dieser Stelle: Tausend Dank an Pippo und Stephi!!!!!! Auch Stephi hat mich sehr motiviert und von dir habe ich viel lernen können, auch hiermit: Danke Stephi!!!!! Nun habe ich Gelegenheit mein Wissen und meine Erfahrungen, die ich in den Essener Gehörlosen Volleyballverein gemacht habe, in die vor kurzem neu entstandene Berliner Mannschaft anzuwenden. So an dieser Stelle verabschiede ich mich von den Essener Volleyball Verein und wünsche euch weiterhin viel Erfolg und viel Spaß! Ihr seid alle tolle Spielerinnen!!!!! Vielen Dank und hiermit auch viele Grüße an alle aus Berlin!

Kathi Pape