Erstmals Dritter bei der Deutschen Gehörlosen Basketball-Meisterschaft

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Oben: Betreuerin Sarah Aus dem Bruch, Katharina Rerich, Johanna Dreishing, Svenja Schwinkendorf, Lisa Dreishing, Claudia Freh, Jennifer Gracic, Trainerin Sonja Wecker Unten: Imela Popovic, Ngoc-Mai Nguyen, Lanecia Elliott, Margarita Frunz, Kathrin Wegner

Fünf Damenmannschafen nahmen an der Deutschen Gehörlosen Basketball-Meisterschaft am 10./11. April 2015 in Osnabrück teil. Es wurde nach dem Prinzip Jeder-gegen-Jeden gespielt.

Wir freuten uns besonders auf eine Rückkehrerin Claudia Freh, die ein Jahr wegen ihrer Schwangerschaft pausiert hatte. Diesmal brachte sie ihre Familie mit und die Mannschaft war ganz verrückt nach ihrer niedlichen Tochter.
Unser Pechvogel war Katharina Rerich, die sich beim Aufwärmen des ersten Spiels verletzte. Sie konnte kein einziges Spiel bestreiten. Doch ließ sie uns nicht im Stich und feuerte uns an.
Wir waren fast komplett, aber viele sind ausser Form. Doch wollten wir das Beste aus uns herausholen, um unserer gesetztes Minimumziel, Dritter zu werden, zu erreichen.

Gleich unser erstes Spiel mussten wir gegen den Favoriten Berliner GSV bestreiten. Diesmal waren die Berliner komplett. Wir wollten versuchen, so gut wie möglich mitzuhalten. Das gelang uns in den ersten fünf Minuten gut, dann aber fanden die Berlinerinnen zu ihrem Spiel. Wir kämpften bis zum Ende, doch kamen wir nicht gut ins Spiel. Die Berlinerinnen haben das Spiel verdient gewonnen.
GTSV Essen – Berliner GSV 31:79 (8:17, 5:16, 8:22, 10:14)

Unser zweites Spiel sollten wir gegen GSV Bielefeld bestreiten, doch mussten diese kampflos aufgegeben, weil sie nur drei Spielerinnen hatten. Es müssen bei Spielbeginn mindestens 5 Spielerinnen auf dem Spielfeld stehen, laut den Satzungen der FIBA.
GTSV Essen – GSV Bielefeld 20:0 (kampflos)

Durch die Änderung des Spielplans konnten wir gegen den Titelverteidiger GSC Nürnberg am Freitag noch spielen.
Das war aber leider unser schlechteste Spiel seit langem. Es war einfach nicht zu glauben, was wir da sehen mussten. Doch es geschah wirklich !!! Wir machten so viele technische Fehler z.B. Pass-und Schrittfehler und und und… Vieles klappte einfach nicht.
GTSV Essen – GSC Nürnberg 25:75 (1:11, 4:22, 7:24, 13:18)

Am Samstag hatten wir uns geschworen, dass wir uns bei unserem letzten Spiel gegen GTSV Frankfurt auf jeden Fall steigern und einiges wieder gutmachen wollten, was wir bei unseren bisherigen Spielen versaut hatten.
Das war dann auch das entscheidende Spiel um den dritten Platz, da GTSV Frankfurt auch ein Spiel gewonnen hatte.
Im ersten Viertel konnten die Spielerinnen die taktischen Anweisungen der Trainerin nicht gut umsetzen und sie bemühten sich ins Spiel zu kommen. Im zweiten Viertel platzte endlich der Knoten und das Spiel verlief so, wie wir es uns vorgenommen hatten. Die Verteidigung stand gut und das Zusammenspiel klappte prima. Das Spiel gewannen wir dann auch verdient.
GTSV Essen – GTSV Frankfurt 54:26 (8:6, 18:1, 20:10, 8:9)

Am Ende durften wir uns doch freuen, dass wir unser Minimalziel erreicht hatten. Zum ersten Mal wurden wir Dritter bei einer Deutschen Basketball-Meisterschaft. Bei der Siegerehrung wurden wir uns Medaillen überreicht.

Trotzdem ist uns allen klar, dass wir wirklich nicht gut gespielt hatten und sich so etwas nicht wiederholen darf.

Platzierung:
1. Berliner GSV
2. GSC Nürnberg
3. GTSV Essen
4. GTSV Frankfurt
5. GSV Bielefeld

Verfasserin: Sonja Wecker