Maiausflug´16 in Düsseldorf

Mit dem Zug fuhren wir, 31 Mitgliederinnen, morgens nach Düsseldorf als Landtagessitz NRW, wo 605.000 Einwohner leben. Dort am HBF trafen wir uns den gehörlosen Stadtführer Thomas Smeets. Das Wetter war zum Glück trocken.

Er führte uns zuerst mit dem Tram zum MedienHafen. Dort waren wir beeindruckt von außergewöhnlichen modernen Architekturbeispiele – schräge Bauten, wo vor einigen Jahren noch alte Lagerhäuser standen.

Dann zu Fuß auf die Rheinuferpromenade, die verbindet die traditionsreiche Altstadt mit dem modernen MedienHafen und es stehen viele Cafés und Bars. Von hier aus können wir die vorbei ziehenden Rheinschiffe entspannt beobachten. Stadtführer Th.Smeets erzählt von den 2 Flüssen Düssel und Rhein und dem Aufstieg zur Wirtschaftsmetropole.

Zum Mittagessen waren wir in der Restaurant-Brauerei „Zum Schiffchen“ und bekamen zum guten Verdauen ein Gläschen Killepitsch, ein Kräuterlikör 42 % ! Dieser Alkohol wird nach einem Familienrezept gebrannt, für das 98 verschiedene Essenzen aus Kräutern, Beeren und Früchten aus aller Welt benötigt werden. Nach dem Brennen muss der Killepitsch noch ein Jahr in alten Tongefäßen lagern. Auf Grund seiner Zutaten ist Killepitsch sehr dunkel, geschmacklich ist er bitter-süß, wobei der süße Eindruck überwiegt. Jährlich werden etwa eine Million Liter Killepitsch produziert.

Danach zu Fuß zum 3,30m große Bronze-Skulptur „Hoppeditz-Denkmal“ mit den bekannten Köpfen (gestaltet von Bert Gerresheim. Der Unterbau besteht aus närrischen Kappen und Hüten, darunter die der Schelme Grog, Charlie Rivel und Charlie Chaplin. Zwischen vier großen Narrenschellen, Kappen-Hüte, Mützen. Darüber türmen sich unterschiedliche Narrenmasken. Drauf sitzt „Till Eulenspiegel“.

Danach musste ein Teil der Frauen wegen ihren anlässlichen Gründen eher heimfahren, ein anderes Teil blieb weiter bis zum Ende der Führung.

Noch eines Interssantes: Nach einem Brand „St.Lambertus“ im Jahr 1815 wurde der Turmhelm erneuert. Da hierzu vermutlich zu frisches und damit feuchtes Holz benutzt wurde, verdrehte sich das Dach. Als infolge der Schäden des Zweiten Weltkriegs das Dach wieder erneuert wurde, baute man es auf Wunsch der Bevölkerung wieder verdreht auf.

Man spricht deshalb heute auch manchmal vom schiefen Turm von Düsseldorf.

Zum Schluss gingen wir noch auf dem anregenden Shopping-Paradies Königsallee „Kö“,und auch zum neugebauten Kö-Bogen „Herz der City“, der aus dem alten Jan-Wellem-Platz (damals Straßenbahnknotenpunkt) wurde.

Es war uns eine interessante Stadtführung durch den netten Th.Smeets.

A.Zelle