Wanderberricht vom Juni 2012

Am 10.Juni 2012 fanden sich zum Wanderausflug nur 11 Personen am Treffpunkt Essen Hbf. ein. Wanderleiter Paul Wallach könnt nicht mitmachen, weil seine Frau Merlene im Krankenhaus liegt, dort vorerst auch bleiben muss und er sie nicht alleine lassen wollte. Der früher Wanderleiter Günter Hegemann übernahm die Führung. Die Reise ging mit dem RE 1 nach Hamm und von dort aus mit der Eurobahn  nach Kassel-Wilhelmshöhe. Die Fahrt dauerte 3 Std. und wir sind schlussendlich mit der Straßenbahn Nr. 3 und mit dem Bus Nr. 22 bis Herkulesbauwerk gut angekommen.
Wanderroute mit Wasserspiele: 1. Herkules Wasserkünste, 2. Kaskaden, 3. Steinhöfer-Wasserfall, 4. Teufelsbrücke,5. Aquädukt und 6. Fontänenteich.

  Ausgangspunkt der Wasserkünste ist der Herkules, unter dem sich die Vexierwassergrotte befindet. Hufeisenförmig umschließen  zwei Wassertreppen die Grottenanlage.

 
Herkules wegen Renovierung bis 2014 geschlossen

 Helma Finke hat am gleichen Tag im Bergpark Kassel-Wilhelmshöhe ihren Geburtstag gefeiert.

Vom Riesenkopfbecken bis hinunter zum Neptunbassin werden die Kaskaden nach jeweils 50 Metern von insgesamt fünf ovalen Wasserbecken unterbrochen. Die gewaltige Kaskadenanlage wird  beidseitig von  je 535 Treppenstufen gesäumt.

 
Vom Steinhöfer Wasserfall kommend fließt das Wasser unter der Brücke in den 10 Meter tiefer gelegenen „Höllenteich“, welcher 1792 / 93 von Heinrich Jussow angelegt wurde. Das Brückengitter der Teufelsbrücke wurde 1826 in der durch den Lokomotivbau berühmt gewordenen Firma Henschel gegossen. Zu Jussows Zeiten war das Brückengeländer aus Holz.

  Das Aquädukt ist eine Nachahmung der römischen Wasserleitung „Via Appia“ und wurde von 1788 bis 1792 unter Leitung von Heinrich Christoph Jussow erbaut. Als künstlich verfallenes Bauwerk geplant und gebaut, bricht der Aquädukt nach dem 14. seiner hohen Bogen jäh ab. Das ankommende Wasser fällt hier 43 Meter in die Tiefe. Dort liegen Trümmer  der Wasserleitung, so als seien sie von einem ehemals intaktem Bau hinabgestürzt.

Über die Kleinen Kaskaden, die 1803 von Jussow und Steinhöfer  geplant und gebaut, fließt das Wasser am Apollotempel (auch Jussow-Tempel genannt) vorbei in den Fontänenteich.

 Der natürlich erscheinende Teich wurde in der Zeit von 1789 bis 1790 künstlich angelegt. Hier finden die Wasserkünste in der 52 Meter hoch aufsteigenden Fontäne ihren grandlosen Abschluss. Die Rückfahrt gestaltete sich problemlos und alle waren sich einig: Es war ein schöner Wandertag im Bergpark Kassel-Wilhelmshöhe.

Günter Hegemann